Generation worship

5.10.17




Wir sind die Generation worship.
Wir wollten die Chöre aus den Gemeinden entfernen, fanden sie nicht zeitgemäß.
Wir wollten mitsingen, spontan, mit zusammengedrückten Augen und erhobenen Händen wollten wir, umgeben von bunten Lichtern, anbeten. Auswendig, dafür durfte es nicht viel Text sein.
Und anbeten geht ja sowieso nur mit Musik.
Wir wollten das alles spritualisieren. 

Wir fanden, in den Liedern der Chöre und der Gemeindeliederbücher wären wenige Emotionen.
Wenn wir sie singen, dann in einer anderen Interpretation, andere Pausen, andere Takte. Anders eben.

Wir dachten, wir hätten eine ganz neue Erkenntnis, einen ganz neuen Weg der Anbetung.
Generation worship möchte Echtheit in epischen Lichtspielen, in Hintergrundmusik zu vorgelesenen Psalmen und in aufbrausenden Melodien. 

Wir hörten Bethel und Hillsong, haben dann begriffen dass Deutsch doch nicht so schlecht ist und hören jetzt Könige und Priester und Outbreakband.

Wir haben einen Slang. Altbekannte Sachen finden wir „eigentlich voll krass“ und unser aktueller Gebetslückenfüller ist „einfach“.  

Generation worship denkt, sie würde sündigen, wenn sie ein Lied singt - und eigentlich nicht danach lebt.

Generation worship ist verwirrt, wie es auch schon Generation Chor und Generation Gedichte waren.

Wir möchten Jesus folgen.
Wir möchten das wirklich. 
Wir wollen es mit unserem ganzen Herzen tun und wir haben das Gefühl, dass uns etwas fehlt, wenn unser Herz nicht voll davon ist. 

Manchmal finden wir den Weg dahin nicht, haben ein schlechtes Gewissen und nur selten trauen wir uns, diese Leere preiszugeben.
Wenn wir das tun, haben wir viele Erwartungen.
Wir erwarten, dass unsere Steine vom Herzen fallen, wenn wir sie den anderen zeigen und sind ganz verwirrt wenn es nicht besser wird, nachdem wir allen erzählt haben was uns bedrückt und sie dafür gebetet haben. Eigentlich müsste doch spätestens 30 Sekunden nach dem Amen alles wieder gut sein. Wir sollen doch bekennen.
Aber es scheint nicht der einzige, sondern nur der erste von vielen Schritten zu sein. Und das verwirrt uns. 

Und dann singen wir mit - wir sind Generation worship - und haben schlechtes Gewissen.
Manchmal wollen wir nicht Generation worship sein.
Wir singen „ich kann nicht schweigen“ - und könnten eigentlich so gut.

Was tun wir, wenn uns nicht danach ist? Wenn wir nicht fühlen, was wir singen?

Wir dürfen nicht schweigen. Generation worship muss lernen, im Gehorsam aufzustehen.
Wo wären wir, wenn wir nur verkündigen würden, was uns auf dem Herzen liegt?
Wo wäre die Bibel, wenn Mose, Jesaja, David und Paulus nur verkündigt hätten, was ihnen auf dem Herzen liegt? Wenn sie nicht im Gehorsam aufgestanden wären?



Warum ist mein Herz so leer? Warum fühl ich diese Schwere
Wenn ich vor Dich treten will, Herr?
Warum ist mein Herz so kühl? Woher kommt nur dieses Schweigen
Wenn ich Dich verehren will, Herr?


Doch im Gehorsam steh ich auf,

Suche Deine Gegenwart.

Und so lang ich leb, mein Gott,

Bring ich mein Lob als Opfer dar.


Auf dem Tiefpunkt dieses Tals, tief im Winter meines Glaubens
Sehn ich mich nach Deiner Hand.
Noch seh ich durch einen Schleier, und Dein Bild ist mir verborgen
Doch ich halte fest an Dir, Herr.

Doch im Gehorsam steh ich auf,

Suche Deine Gegenwart

Und so lang ich leb, mein Gott,

Bring ich mein Lob als Opfer dar.


Auch wenn ich sie nicht versteh‘ Deine grenzenlose Weisheit
Weiss ich doch:  Dein Wort ist wahr.
Auch wenn ich Dich noch nicht seh
Und auch nicht Dein Flüstern höre
Wähl ich doch, Dir zu vertrau’n.


Doch im Gehorsam steh ich auf,

Suche Deine Gegenwart.

Und so lang ich leb, mein Gott,

Bring ich mein Lob als Opfer dar.

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